Bitcoin vs. klassische Währungen: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
KI-Zusammenfassung
Mehr anzeigen
Erfasse den Inhalt des Artikels schnell und analysiere die Marktstimmung in nur 30 Sekunden!
Die Geschichte des Handels begann mit Tauschgeschäften, bei denen Menschen Waren direkt austauschten. Ein Bauer tauschte beispielsweise Getreide gegen Werkzeuge oder ein Schäfer Tiere gegen Töpferwaren. Der Tauschhandel war zwar einfach, aber ineffizient. Dafür war eine „doppelte Bedürfnisübereinstimmung“ nötig: Beide Seiten mussten genau das wollen, was die jeweils andere anbot, und es gab keine einfache Möglichkeit, den Wert unterschiedlicher Güter zu vergleichen.
Um dieses Problem zu lösen, wandten sich Gesellschaften dem Warengeld zu – also Gegenständen, die allgemein als wertvoll anerkannt waren. Salz, Getreide und schließlich Gold und Silber wurden zu frühen Standards, da sie knapp, teilbar und haltbar waren. Um 600 v. Chr. gab das Königreich Lydien (die heutige Türkei) die ersten Metallmünzen heraus und schuf damit eine einheitliche, verlässliche Tausch- und Recheneinheit.
Mit der Ausweitung des Handels wurde es unpraktisch, große Mengen an Metallmünzen mit sich zu führen. Im 7. Jahrhundert n. Chr. führte China die ersten Banknoten ein, die nicht durch einen materiellen Metallwert, sondern durch staatliche Zusagen gedeckt waren. Dieser Wandel war bedeutsam: Geld basierte nun weniger auf physischem Wert, sondern zunehmend auf dem gemeinsamen Vertrauen, dass andere es im Handel akzeptieren. Mit der Zeit verbreitete sich Papiergeld in Europa und im Rest der Welt und bildete die Grundlage heutiger Währungssysteme.
Der Aufstieg staatlich gestützter Fiat‑Währungen
Im 20. Jahrhundert gaben die meisten Staaten Edelmetallstandards wie Gold auf und führten Fiat-Währungen wie den US-Dollar, den Euro und den Yen ein. Fiat-Geld bezieht seinen Wert nicht aus physischen Vermögenswerten, sondern aus staatlicher Autorität und dem Vertrauen der Öffentlichkeit. Bürger akzeptieren es, weil Regierungen es zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklären und seine Verwendung für Steuern und Schulden vorschreiben.